Lenzen ist ein guter Autonomer
, das jedenfalls meint das
Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und die
Financial Times Deutschland.
OK, beide haben es ein
klein wenig anders ausgedrückt
Deutsche Hochschulen können zunehmend selbst über ihr Budget entscheiden. Aber diese Autonomie muss von der Hochschulleitung auch genutzt werden. Das CHE und die FTD kürten erstmals den Hochschulmanager des Jahres aus: Dieter Lenzen, Präsident der FU Berlin.
In der Laudatio auf den Gewinner heißt es:
Dieter Lenzen hat seine Universität aus einer nicht einfachen Lage in eine gute Gegenwart und eine vielversprechende Zukunft geführt. [...] Dieter Lenzen hat bewiesen, dass er Verantwortung übernimmt, Ziele definiert und diese umsetzt, auch wenn das nicht immer und überall Begeisterung auslöst."
Entscheidend sollen folgene Kategorien gewesen sein: Strategisches Management, Finanzierung, Organisation und Leitung, Personalmanagement, Internationalisierung sowie Qualitätsmanagement.
Während jedoch Lenzen gute Erfolge in den Produktlinien Forschung und Dienstleistungen vorweisen könne, gibt es einen gerade uns Studierende interessierenden Punkt, der nicht so glänzend zu laufen scheint:
Die Produktlinie Lehre hingegen ist an der FU kein Verkaufsschlager, sie leidet unter den Bedingungen des Massenmarkts. Betriebswirtschaftlich betrachtet, müsste sie eingestellt werden. Doch: "Eine Universität ist keine Schraubenfabrik", sagt Lenzen. "Man muss Wissenschaft lieben und ihre Regeln kennen, um eine Hochschule zu führen; das kann niemand aus der Wirtschaft." Er versteht sich vielmehr als "Pate" seiner Hochschule, für die er sich in der Verantwortung sieht.
Kleine Randnotiz: Auch der
Dieter-Lenzen-Fanclub ist der FTD
eine Erwähnung wert.
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