CTLS – ein großes Wort, aber keiner von uns weiß so richtig was damit anzufangen. Dabei ist es ein einmaliges Programm um Studierenden einen Einblick in andere Rechtssysteme auf internationaler Ebene zu gewähren und den Austausch zwischen internationalen Studierenden zu fördern. Dazu haben sich einige der weltweit renommiertesten Unis zusammengeschlossen, so z.B. die FU, die Georgetown University Law Center, die University of Fribourg, die Hebrew University of Jerusalem oder die National University of Singapore, um nur wenige zu nennen. Die FU selbst hat die ersten Studierenden erstmals im August übersandt. Mit
Prof. Hoffmann-Holland wird nun auch einer unserer Profs. dort lehren.
Dieses
Center for Transnational Legal Studies in London ermöglicht es, grenzüberschreitende rechtliche Problemkreise in einem multikulturellen und transnationalen Umfeld zu erforschen. Entwickelt wurde ein spezielles Kurssystem, das alle Bereiche des Rechts, so Internationales Öffentliches Recht, Internationales Strafrecht und Internationales Privatrecht, streift und somit einen universellen Gesamtüberblick verschafft. Studieren werdet Ihr dort zwei Semester lang, ausnahmsweise auch ein Semester, wobei Ihr entweder im August oder im Januar startet.
Angeboten werden obligatorische Grundkurse, die einen ersten Überblick geben, sowie dazugehörige Workshops und Vertiefungskurse. Diese werden nicht nur von Professoren, sondern auch von Mitarbeitern bedeutender Kanzleien betreut. Ihr werdet also in sehr kleinen Gruppen, schätzungsweise 15 Studierende, die Gelegenheit bekommen, Euch mit Professoren der kooperierenden Unis und Praktikern im intimen Rahmen zu vielfältigen Themen zum internationalen Recht zu unterhalten. Zu nennen sind da zum Beispiel Kurse zur „Rechtsvergleichenden Betrachtung von Menschenrechten und Nationaler Sicherheit“, zum „Rechtsvergleichenden Datenschutzrecht“ oder auch zu „Grenzüberschreitenden Problemfeldern in Kunst, Kultur und Recht“.
Unterrichtet wird natürlich in Englisch. Dies sollte Euch aber nicht abschrecken. Gefordert werden hier weder Perfektion noch fließendes Englisch in Wort und Schrift. Einzige Notwendigkeit ist, dass Ihr Euch gut in Englisch unterhalten und zumindest das Wesentliche der Vorträge verstehen könnt. Letztlich werdet Ihr Eure Sprachfähigkeiten durch den Aufenthalt um vieles verbessern.
Positiv ist auch, dass Ihr dort keinerlei Studiengebühren zahlen müsst und so einen erheblichen finanziellen Vorteil gegenüber anderen teilnehmenden Studierenden bekommt. Bleiben „nur“ noch Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Um Unterkünfte müsst Ihr Euch insofern zwar selbst kümmern, ihr werdet aber in jedem Fall bei der Suche unterstützt. So gibt es beispielsweise ein bestimmtes Kontingent an Wohnungen an der Uni, die für die Teilnehmer des CTLS-Programms reserviert sind. Ebenso unterstützt Euch die FU darin, ein Stipendium zur Deckung Eurer Unterhaltskosten zu bekommen, so dass niemand aus finanziellen Gründen benachteilig wird.
Allein die Aussicht Sprachfähigkeiten auszubauen, auch gezieltes Rechtsenglisch, und Kenntnisse über inter- und transnationale Zusammenhänge zu erwerben, sollte Anreiz genug sein.
Was für Euch aber ebenso interessant sein dürfte, ist die Chance auf potentielle Arbeitgeber zu treffen. Die Kanzleien fördern dieses Programm auch unter dem Gesichtspunkt, sich vor Ort von motivierten Studierenden einen ersten Eindruck zu verschaffen. Durch Eure Teilnahme zeigt Ihr nicht nur Interesse für vielfältige und internationale Arbeitsbereiche, sondern ebenfalls die Eigenschaft flexibel, engagiert und offen für Neues zu sein. Ganz zu schweigen von der Fähigkeit Englisch zu beherrschen, welches in heutigen Zeiten zu den wesentlichen Qualifikationen zählt.
Man kann also sagen, dass dieses Programm im Prinzip einem Erasmusaufenthalt ähnlich ist, jedoch darüber hinaus zusätzliche Möglichkeiten bietet, in internationale Fachgebiete zu schnuppern und wichtige Kontakte für den beruflichen Werdegang zu knüpfen.
Wenn Ihr also engagiert seid und Euch auf etwas Neues einlassen möchtet, dann bewerbt Euch umgehend. Jeder hat eine faire Chance einen der zehn freien Plätze pro Jahr zu ergattern. Dabei sind Noten nicht unbedingt das entscheidende Kriterium. Vielmehr solltet Ihr motiviert, kontaktfreudig und offen für neue Bereiche sein, solltet Interesse für internationale Zusammenhänge haben und Euch zumindest im Wesentlichen in Englisch unterhalten können. Auch solltet Ihr bereits die Zwischenprüfung bestanden haben.
Eure Bewerbung, ein kurzes Motivationsschreiben in englischer Sprache (max. zwei Seiten) sowie Euren Lebenslauf mit Foto und eine Kopie Eurer Leistungsnachweise, schickt Ihr dann an Wiss. Mit. Frau Schütte, Van’t-Hoff-Str. 8, Zi. 337, Tel: 838-52178, E-Mail: silvia.schuette@fu-berlin.de. Frau Schütte steht Euch selbstverständlich auch bei weiteren Fragen gerne zur Verfügung. Weitere Informationen findet Ihr auch auf der
CTLS Website.
Auf geht’s – nutzt eine einmalige Chance!
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