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Freitag, 6. Juli 2007Rettet das Semesterticket!Kommentare
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Zwangsticket jetzt streichen !
Hat ein Student nicht das Recht zu wählen, ob er in Zeiten der Terrorgefahr überhaupt auf den ÖPNV umsteigen will, so er wegen diverser Streiks überhaupt kann? Die schrecklichen Bilder aus der Londoner U-Bahn sind vielen noch präsent. Und warum mischt man sich in Bürgerrechte und unter extremen Umständen in eine freiverantwortliche Risikoabwägung über Leben und Tod ein ? Und zur obigen Aussage, der Umstieg vom Fahrrad auf den ÖPNV sei gewollt, sei gesagt, dass es ein umweltfreundlicheres Verkehrsmittel als das Fahrrad bisher nicht gibt. Es ist an der Zeit, mal einiges kritisch zu hinterfragen. Wir Studenten können nicht die Rolle der BVG-Sanierer übernehmen. Das soll Herr Sarrazin besser selbst tun. Er ist ja so wortgewandt und überaus kompetent. So begleitet er zynisch den Streik mit den Worten, da spare die BVG noch Geld ! Für Verwirrung sorgt dagegen die Drohung von Ver.di-Streik-Verhandlungsführer Bäsler, man werde möglicherweise versuchen, den Busersatzverkehr zu behindern. „Wir werden uns dabei aber im Rechtsrahmen bewegen und das Eigentum anderer achten", versprach Bäsler. So sei es denkbar, dass streikende BVG-Mitarbeiter Busse der Fremdunternehmen voll besetzen, so daß kein anderer Fahrgast mehr hineinpasse. Also ich finde, mit solchen Aktionen wird der Zweck eines Semestertickets mittlerweile eindeutig torpediert. Sollen wir beim IGEB-Fahrgastverband um unsere Rechte betteln, nachdem wir vorher als Zahlmeister fungieren durften ? Und die Entschleunigungskonzepte der Linken und der Grünen zum Kfz-Verkehr sind utopisch. Dadurch wird der ÖPNV, dessen Bestandteil der Busverkehr ist, auch nicht schneller. Und wo läßt die BVG eigentlich die durchschnittlich ca. 3 % Fahrpreiserhöhung jährlich, die man uns abknöpfen will ? QUOTE: Hat ein Student nicht das Recht zu wählen, ob er in Zeiten der Terrorgefahr überhaupt auf den ÖPNV umsteigen will, Nun, zugegeben, DIESER Aspekt ist wohl in der "Zwangsticket"-Diskussion neu. Die alte Frage, ob ein Zwangsticket nun (rechtlich) in Ordnung ist, die ist ja inzwischen gegessen. Andererseits ist mir bislang keine gesteigerte Gefahr im (Berliner) ÖPNV bekannt. Mal ganz davon abgesehen, daß auch Auto- oder Radfahren nicht zwingend ungefährlich ist. Und notfalls: Auch kein Semesterticket legt einem die Pistole auf die Brust. Bei Gefahr für Leib und Leben kann man, wie auch jede Autofahrer den ÖPNV meiden. Allerdings solltest Du aufpassen, nicht neben oder in der Nähe von Bussen radzufahren, an U-Bahneingängen langzulaufen etc. Sonst könnte Dich ein Terroranschlag auf den ÖPNV dennoch treffen. Und zu "Fahrrad zu ÖPNV": Es steht ja noch ein wenig mehr da: "Wer den öffentlichen Personennahverkehr bisher nicht nutzte (stattdessen per pedes, Fahrrad oder Auto zur Hochschule kommt), zahlt dennoch mit. Dieser Effekt ist gewollt" Zugegeben, "per pedes, Fahrrad" ist hier eigentlich weniger gemeint als das "per Auto". Zur BVG-Sanierung: Man kann (und der AStA tut das ja auch - ggf. zurecht) durchaus der Meinung sein, daß das Semesterticket der BVG finanziell besser tut, als es sollte. Aber vom Konzept her soll es ertragsneutral sein - sprich die BVG sollten keinen Cent mehr sehen, als wie wenn weniger Studis teuere Azubi-Tickets (und Einzeltickets ...) kaufen würden. Zum Streik: Der ist von den Auswirkungen sicher hinreichend unschön für uns Studis. Und ggf. sollte unser AStA auch mal gucken, ob er wegen fehlender Leistung anteilig die Zahlung kürzt. Aber grundsätzlich hat er doch eher weniger mit dem Semesterticket als solchem zu tun. Denke ich. |
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